Im sechsten Saisonrennen hat es für die ÖSV-Skicrosser mit dem ersten Podestplatz geklappt! Christoph Wahrstötter raste am Donnerstag beim zweiten Rennen in Innichen (ITA) hinter dem Slowenen Filip Flisar, der bereits im ersten Bewerb triumphiert hatte, auf Platz zwei. Dritter wurde der Franzose Arnaud Bovolenta.
Wahrstötter, der sich im Viertelfinale im Duell um Platz zwei in einem Fotofinish gegen den Kanadier Brady Leman hauchdünn durchgesetzt hatte, lieferte sich mit Flisar im großen Finale einen packenden Fight. Auf der Ziellinie war der Weltmeister von 2015 die entscheidenden Zentimeter vorne. Die Freude beim 27-jährigen Tiroler über seinen dritten Stockerlplatz im Weltcup nach Rang zwei in La Plagne (FRA) im März 2014 und Platz drei in Idre (SWE) im vergangenen Februar war nur allzu verständlich.
„Heute bin ich meinem Projekt ‚erster Weltcupsieg‘ wieder einen Schritt nähergekommen. Ich gehe dank dieses zweiten Platzes überglücklich in die Weihnachtspause. Ich hoffe, dass dieses Resultat jetzt unser ganzes Team beflügelt, nachdem der Start in die Saison ein wenig holprig gewesen ist. Für mich persönlich ist es nicht so schlecht gelaufen. Ich war im Dezember zweimal in einem großen Finale und bin einmal Vierter (Val Thorens, Anm.) und einmal Zweiter geworden. Vor allem meine heutige Leistung gibt mir für die kommenden Rennen einen großen Motivationsschub“, freute sich Wahrstötter.
Der Tiroler Thomas Zangerl wurde als Vierter des kleinen Finales Gesamt-Achter und holte damit ebenfalls seine beste Saisonplatzierung. Der Oberösterreicher Johannes Rohrweck erreichte das Viertelfinale und landete im Endklassement auf Rang 15. Der Salzburger Adam Kappacher stürzte in seinem Achtelfinal-Heat und kam deshalb nicht in die Wertung.
Bei den Damen war für Katrin Ofner als Dritte in ihrem Viertelfinal-Heat nach der Auftaktrunde Schluss, die Steirerin beendete das Rennen auf Platz elf. Die Deutsche Heidi Zacher wiederholte vor der Schweizerin Fanny Smith und der Französin Marielle Berger Sabbatel ihren Erfolg vom Vortag.
Die erstmals ausgetragene Cross-Alps-Tour-Wertung entschieden der Franzose Jean Frederic Chapuis und die Kanadierin Marielle Thompson für sich. Als bester Österreicher wurde Christoph Wahrstötter Siebenter, Katrin Ofner belegte als beste ÖSV-Dame Rang zwölf. Die Teamwertung sicherte sich Kanada.
Der Skicross-Weltcup wird nach der Weihnachtspause am 15. Jänner 2017 mit dem Rennen in Watles (ITA) fortgesetzt.
Zwei Top-Ten-Plätze für das ÖSV-Team bei erstem Weltcuprennen in Innichen
Zwei Top-Ten-Plätze fuhren die ÖSV-Skicrosser am Mittwoch beim ersten von zwei Weltcuprennen in Innichen (ITA) heraus. Bei den Damen landete die Steirerin Katrin Ofner als Vierte des kleinen Finales auf dem achten Gesamtrang. Bei den Herren verpasste Christoph Wahrstötter als Dritter seines Viertelfinal-Heats zwar knapp den Aufstieg in die Vorschlussrunde, dank der fünftschnellsten Zeit in der Qualifikation wurde der Tiroler in der Endabrechnung aber noch Neunter. Thomas Zangerl erreichte ebenfalls das Viertelfinale und reihte sich als Gesamt-Elfter ein. Für Johannes Rohrweck (19.), Adam Kappacher (20.) und Thomas Harasser (28.) war in der Auftaktrunde Endstation.
Die beste Aktion des Renntages zeigte Katrin Ofner im Viertelfinale, als sie in der Zielkurve aufgrund einer sehr engen Linienwahl noch an den beiden vor ihr liegenden Französinnen Ophelie David und Marielle Berger Sabbatel „vorbeischoss“ und mit diesem Manöver als Laufzweite doch noch den Aufstieg schaffte. „Im Semifinale und im kleinen Finale habe ich im unteren Streckenteil ebenfalls versucht, die Fahrerinnen vor mir zu attackieren, doch das hat leider nicht mehr so gut funktioniert. In Summe bin ich froh, dass ich heute wieder drei Läufe gefahren bin, nachdem ich in den letzten drei Rennen jeweils in der ersten Runde ausgeschieden bin“, bilanzierte Ofner.
Die Oberösterreicherin Christina Staudinger wurde in ihrem stark besetzten Viertelfinal-Heat Vierte und belegte im Endklassement Platz 14. Der Sieg ging an die Deutsche Heidi Zacher, die im großen Finale die beiden Kanadierinnen Marielle Thompson und Georgia Simmerling auf die Ränge zwei und drei verwies.
Nachdem Christoph Wahrstötter in einem turbulenten Achtelfinal-Heat weitergekommen war, fehlte ihm in der Runde der letzten 16 gerade einmal eine Zehntelsekunde zum Einzug in das Halbfinale. „In meinen beiden Heats hat es vom Start bis ins Ziel zahlreiche Positionswechsel gegeben. Im Viertelfinale wollte ich vor dem Schlussabschnitt noch einmal eine Aktion nach vorne setzen, aber es hat am Ende leider nicht ganz zum Aufstieg gereicht. Jetzt liegt meine ganze Konzentration auf dem morgigen Rennen. Ich hoffe, dass ich dabei noch den einen oder anderen Schritt nach vorne machen kann“, meinte Wahrstötter.
Der slowenische Weltmeister Filip Flisar feierte vor dem deutschen Überraschungsmann Tim Hronek und dem Schweizer Alex Fiva seinen ersten Saisonsieg. Morgen Donnerstag findet ein zweiter Weltcupbewerb in Südtirol statt, mit dem die erstmals ausgetragene und sechs Rennen umfassende „Cross Alps Tour“ abgeschlossen wird. Dafür sind die Top 32 Herren bzw. Top 16 Damen der aktuellen Tourwertung startberechtigt. Österreich ist beim Cross-Alps-Tour-Finale mit Christoph Wahrstötter, Johannes Rohrweck, Thomas Zangerl, Adam Kappacher und Katrin Ofner vertreten.
Programm:
Donnerstag, 22. Dezember 2016:
13.30 Uhr: Finale der Top 32 Herren und Top 16 Damen (gemäß
Cross-Alps-Tour-Ranking)
Presseinfo Österreichischer Skiverband
22.12.2016


