Auch wenn sich das Team der SPG Walter Wels im letzten Gruppenspiel der TT Champions League auswärts dem französischen Topteam und aktuell ersten in der Pro A in Frankreich ASST Chartres mit 0:3 geschlagen geben musste, bleiben die Messestädter auch 2017 weiter auf der europäischen TT-Bühne vertreten.
Dies deshalb da sich zeitgleich auch der polnische Vertreter Torun Manekin, den die Waltermannen vor zwei Wochen zu Hause mit 3:0 in die Knie zwingen konnten, gegen den deutschen Rekordmeister Borussia Düsseldorf ebenfalls mit 3:0 geschlagen geben mussten. Als Gruppendritter steigen die Welser Ende Jänner in das Viertelfinale des ETTU Cups, der vergleichbar mit der Euro League ist, ein. Die Auslosung findet schon am kommenden Mittwoch den 21 Dezember 2016 am Sitz der ETTU in Luxenburg statt. Mögliche Gegner für die Welser sind dabei das schwedische Team von Halmstad BTK, der Verein des ehemaligen Weltklassemanns Jean Michel Saive aus Belgien Logis Auderghem, das französische Topteam Stella La Romagne mit Adrian Crisan, den die Waltermannen aus seiner Zeit bei Werder Bremen schon kennen und der Sieger aus der Partie Besiktas Istanbul gegen Dubrovnik, wobei hier auf Grund der Attentate in Istanbul die an sich für Freitagabend angesetzte Partie verlegt wurde. Wir hoffen auf ein bisschen Losglück und einen schlagbaren Gegner, so Wels Boss Bernhard Humer als kleines vorverlegtes Weihnachtsgeschenk. Geht es nach Humer,so wäre diesem das belgische Team von Logis Auderghem oder der Sieger aus Istanbul gegen Dubrovnik mehr als nur recht. Der bei Loderghem spielende Jean Michel Saive ist nicht nur in Tischtenniskreisen ein Bekannter und ein echtes Zugpferd, verfügt aber nicht mehr über die Klasse aus früheren Tagen.
Zu unterschätzen ist aber jedenfalls kein Team im Viertelfinale. Das Team von Stella La Romagne, das topgesetzt im bisherigen Verlauf des ETTU Cups war, sollte es nach Möglichkeit nicht sein. Zum Spiel in Chartres ist aus Sicht der Welser zu sagen, dass schon die Anreise recht stressig verlief. Da das Gepäck von Jian Jun Wang zunächst irgendwie verschollen war, erreichte man erst in letzter Sekunde den TGW zur Gare de Massy, wo leider der Fahrer von Chartres nicht aufzufinden war. So erreichte man erst gegen 20:30 Uhr das Hotel in Chartres, was als nicht zwangsläufig optimal anzusehen ist. Auch die Bedingungen in der Halle in Chartres waren nicht optimal, da man schon ohne sich zu bewegen ins Schwitzen kam. Dies soll aber kein Vorwand dafür sein, dass die Gastgeber angeführt vom Portugiesen Juao Montairo und Österreich Export Robert Gardos einfach an diesem Abend das bessere Team waren und nicht unverdient mit 3:0 gewannen. Auf Grund einer Erkrankung von Zsolt Petö stand in Chartres erstmals in der Gruppenphase Dominique Plattner für Wels an der Platte, der trotz seiner Niederalge gegen den Franzosen Robinot über viele Strecken des Spiels zu gefallen wusste. Leider hat es mir ein wenig an Spielpraxis gemangelt, so Plattner kurz nach Spielende. Stark trotz ihrer Niederlagen gegen Montairo bzw. Gardos agierten Mihai Bobocica und Jian Jun Wang. Letzterer konnte einen 0:2 Satzrückstand noch ausgleichen, ehe ihm in Satz 5 das nötige Quentchen Glück zum Sieg fehlte. Bobocica hatte in den Sätzen 1 und 2 starke Momente verlor aber beide leider auf Unterschied mit 9:11 bzw. 11:13. Wir haben dennoch die Vereinsvorgabe nämlich das Verbleiben auf der europäischen Bühne erreicht, so Sportleiter Rudi Bräuml.
Medieninfo: SPG Walter Wels
18.12.2016


