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Mit dem klaren 29:20-Erfolg über Gastgeber Färöer belegt Österreich souverän Platz 1 in der WM-Qualigruppe 3 und qualifziert sich damit für das Playoff im Juni. Der Gegner wird aus einer der teilnehmenden Nationen der heute beginnenden EM in Schweden ermittelt. Durch die etwas überraschend deutliche 20:27 Niederlage Islands Sonntagnachmittag gegen Mazedonien, stand für Österreich fest: nur mit einem Sieg kommt man ins Playoff. Diesem Druck hielt man überzeugend stand und nutzte sogar die Chance auf den Gruppensieg. Für Österreich war es ein klarer Start-Ziel-Sieg, der zu keinem Zeitpunkt in Gefahr war.

Traumstart für Österreich
Gegen Gastgeber Färöer durfte wieder Petra Blazek von Beginn an ran. Wie schon gegen Mazedonien am Vortag präsentierte sich Österreich erneut hoch konzentriert und agil in der Deckung und im Angriff. Von Beginn weg ließen die Österreicherinnen nichts anbrennen, führten rasch mit 2:0 und nach sechs Minuten mit 4:1. Die 5+1 Deckung der Färöer, mit der man den Aufbau der Österreicherinnen früh stören wollte, ging für die Gastgeber taktisch nicht auf.

Geschickt nutzte man die Lücken, suchte den freien Raum und kam so meist erfolgreich zum Abschluss. So sah sich Färöer gezwungen bereits in der zwölften Spielminute das erste Timeout zu nehmen um nicht von Österreich überrollt zu werden. Doch der Österreich-Express fuhr unaufhaltsam weiter. Als Färöer einen Fünf-Tore-Rückstand auf -3 reduzieren konnte, nahm auch Herbert Müller Mitte der ersten Halbzeit sein erstes Timeout.

Sofort spielte Sonja Frey die gegnerische Abwehr schwindlig, stellte auf 10:6, Martina Goricanec stellte danach wieder den alten Vorsprung von fünf Toren her. Nach nicht einmal 20 gespielten Minuten nahmen die Färöer daraufhin ihr bereits zweites Timeout. Mit vollem Risiko versuchten die Gastgeberinnen den Rückstand zu verkürzen, brachten bis zur Halbzeit regelmäßig eine siebte Feldspielerin für die Torfrau.

Genau das nutzte Österreich jedoch eiskalt aus. Mit zwei Treffern ins leere Tor konnte man die Führung mühelos auf 14:7 ausbauen und legte bis zur Pause noch auf 18:10 nach.

Österreich hält Färöer in Schach
Keine Spur von Nachlässigkeit zeigten Katrin Engel & Co. auch nach Seitenwechsel. Auf fünf Tore kamen die Gastgeberinnen noch einmal heran. Das war allerdings das höchste der Gefühle für die Färöer. Ab Mitte der zweiten Halbzeit waren wieder überwiegend die Österreicherinnen am Wort, stellten binnen weniger Minuten auf 24:16 und zwangen die Färöer ihr drittes und letztes Timeout zu nehmen.

Mit acht Toren Vorsprung hielt man die äußerst bemühten Spielerinnen der Inselgruppe klar auf Distanz und gewann am Ende hochverdient mit 29:20. Durch die Niederlage Islands am Nachmittag nutzte man damit die Chance auf den Gruppensieg und überstand die WM-Qualigruppe 3 souverän. Island hingegen fiel nach der heutigen Niederlage sogar noch auf Platz 3 zurück und verpasst damit das Playoff.

Dieses wird im Juni 2017 gespielt. Gegner wird eine der teilnehmenden Nationen der heute beginnenden EM in Schweden, bis auf Gastgeber Deutschland und Titelverteidiger Norwegen, sowie die drei bestplatzierten Teams der EM 2016. Der Gegner wird am Finaltag der EM, am 18. Dezember 2016, zugelost.

Herbert Müller, Teamchef Österreich: „Ich bin überglücklich, dass die Mannschaft nach der Niederlage gegen Island so zusammengefunden hat. Wir haben nach dieser Niederlage eine hervorragende Deckungsarbeit gezeigt und waren speziell heute entschlossen im Abschluss. Dass wir die Gruppe sogar noch gewonnen haben, ist das Sahnehäubchen. Man sieht aber auch wie eng es in dieser Gruppe zuging. Island hat es nach der Niederlage gegen Mazedonien nicht geschafft. In der zweiten Halbzeit konnte ich sämtlichen Spielerinnen Spielzeit geben. Es war eine großartige Teamleistung über das gesamte Turnier, bei der ich Martina Goricanec ein Sonderlob aussprechen möchte. Sie hat Verantwortung übernommen, ist dorthin gegangen wo es weh tut.“

50. Länderspiel für Melanie Herrmann
Das Spiel gegen die Färöer Inseln brachte neben dem Sieg auch ein Jubiläum. Noch kurz vor Spielbeginn wurde Torfrau Melanie Herrmann für ihr 50. Länderspiel geehrt. Hätte sie nicht damals von sich aus auf sich aufmerksam gemacht, wäre es möglicherweise nicht zu dieser Ehrung gekommen.

Melanie Herrmann sprach bei einem Spiel in der deutschen Bundesliga in Frankfurt Teamchef Herbert Müller an und erklärte, dass sie für Österreich spielen will und kann. Ihre Mutter stammt aus Österreich und in ihrer Heimat Deutschland wurde sie, nachdem sie etliche Nachwuchs-Nationalteams durchlief, nicht mehr berücksichtigt.

Auch dank ihrer herausragenden Leistung gegen Mazedonien Samstagabend, mit einer Quote von 50%, überstand Österreich die WM-Qualigruppe 3 so erfolgreich.

WM-Qualifikation 2017, Spielplan
2. – 4. Dezember 2016, Färöer Inseln
2. Dezember
AUT vs. ISL 24:28 (12:12)
18:00 Uhr Ortszeit, 19:00 Uhr österreichische Zeit
Werferinnen Österreich: Martina Goricanec (8), Katrin Engel (6), Sonja Frey (4), Laura Bauer (2), Mirela Dedic (2), Romana Gerisch (1), Beate Scheffknecht (1)

FAO vs. MKD 19:21
20:00 Uhr Ortszeit, 21:00 Uhr österreichische Zeit
3. Dezember
AUT vs. MKD 28:19 (14:10)
15:00 Uhr Ortszeit, 16:00 Uhr österreichische Zeit
Werferinnen Österreich: Sonja Frey (8), Martina Goricanec (5), Mirela Dedic (4), Laura Bauer (3), Josefine Huber (3), Katrin Engel (2), Patricia Kovacs (1), Kristina Logvin (1), Beate Scheffknecht (1)

FAO vs. ISL 16:24 (5:9)
17:00 Uhr Ortszeit, 18:00 Uhr österreichische Zeit
4. Dezember
FAO vs. AUT 20:29 (10:18)
18:00 Uhr Ortszeit, 19:00 Uhr österreichische Zeit
Werferinnen Österreich: Martina Goricanec (5), Sonja Frey (4), Katrin Engel (4), Beate Scheffknecht (3), Mirela Dedic (3), Patricia Kovacs (3), Josefine Huber (3), Kristina Logvin (2), Laura Bauer (1), Ines Ivancok (1)

ISL vs. MKD 20:27 (11:15)
16:00 Uhr Ortszeit, 17:00 Uhr österreichische Zeit

HC Linz AG steht im ÖHB Cup-Viertelfinale
Am Sonntag ging in der HAKA Arena Traun das zweite ÖHB Cup-Achtelfinale der Herren in Szene. Der HC Linz AG entschied das Oberösterreich-Derby gegen Landesligist SK Keplinger Traun souverän mit 30:19 (12:10) für sich und steht somit wie die HSG Graz bereits unter den Top-8.

Die weiteren sechs Achtelfinalspiele finden zwischen 12. und 20. Dezember statt. Der Schlager steht in 14 Tagen in der Sporthalle am See auf dem Programm, wenn der ALPLA HC Hard im Ländle-Derby auf Bregenz Handball trifft.

ÖHB-Cup der Männer, Achtelfinale
30.11.: HSG Graz – ATV TDE Group Trofaiach 27:14 (15:9)
04.12.: SK Keplinger-Traun – HC Linz AG 19:30 (10:12)
12.12., 19:00: HC TECTUM Hohenems – HIB Handball Graz
13.12., 19:00: SG INSIGNIS Handball WESTWIEN – Moser Medical UHK Krems
13.12., 20:00: HC FIVERS WAT Margareten – Sparkasse Schwaz Handball Tirol
15.12., 16:00: WAT Atzgersdorf – HSG Remus Bärnbach/Köflach
18.12., 16:00: Alpla HC Hard – Bregenz Handball
20.12., 19:30: Union Handball Club Tulln – JURI Union Leoben

Falken schlagen im HBA-Schlager Bärnbach/Köflach
Die SU Falkensteiner Katschberg-St.Pölten feierte am Sonntag in seinem 13. HBA-Saisonspiel den zwölften Sieg. Der Tabellenzweite gewann den Schlager gegen HLA-Absteiger HSG Remus Bärnbach/Köflach 30:23 (12:10) und bleibt damit der ungeschlagenen HSG Graz auf den Fersen. Die Murstädter hatten am Samstag Schlafraum.at Kärnten mit 33:22 (18:12) abgefertigt. Eine bittere Heimpleite musste medalp Handball Tirol einstecken. Man zog gegen den Vöslauer HC mit 24:25 (11:12) den Kürzeren.

Hinter dem souveränen Spitzenduo kämpfen vier Teams um drei Meisterplayoff-Tickets. Bärnbach/Köflach der ATV TDE Group Trofaiach und UHC Erste Bank Hollabrunn halten bei 16 Punkten. Trofaiach setzte sich schon am Samstag gegen Schlusslicht HIB Grosschädl Stahl Graz mit 27:25 (12:11) durch, Hollabrunn gewann beim Nachzügler HBA FIVERS WAT Margareten mit 22:19 (11:8). Handball Tirol liegt fünf Runden vor Abschluss des Grunddurchgangs nur zwei Punkte hinter dem Trio.

Männer-Bundesliga, 13. Runde
03.12.: ATV TDE Group Trofaiach – HIB Grosschädl Stahl Graz 27:25 (12:11)
03.12.: HSG Graz – Schlafraum.at Kärnten 33:22 (18:12)
03.12.: HBA FIVERS WAT Margareten – UHC Erste Bank Hollabrunn 19:22 (8:11)
04.12.: medalp Handball Tirol – Vöslauer HC 24:25 (11:12)
04.12.: SU Falkensteiner Katschberg St.Pölten – HSG Remus Bärnbach/Köflach 30:23 (12:10)

Presseinfo ÖHB

04.12.2016