Die 14. Runde der tipico Bundesliga wurde am Sonntag mit dem Spiel Rapid Wien vs. WAC fortgesetzt. Die Hütteldorfer schlittern durch eine 0:1-Heimniederlage gegen die Kärntner zurück in die sportliche Krise.
Rapid Wien optisch überlegen – WAC mit der besten Chance
Das Spiel begann wie allgemein im Vorfeld erwartet. Rapid Wien übernahm das optische Kommando. Der WAC präsentierte sich alles andere als defensiv ängstlich ausgerichtet. Die Gäste schafften es aber nicht den Ball geregelt über mehre Stationen in Richtung Tor der Gastgeber zu bringen. Logische Konsequenz aus der optischen Überlegenheit von Rapid Wien waren auch die ersten Torchancen im Spiel für die Hütteldorfer. Kvilitaia per Kopf (5.) und Jelic mit dem Fuß aus kurzer Distanz (19.) fanden die ersten Chancen auf den Führungstreffer vor. Auf der Gegenseite war offensiv vom WAC wenig zu sehen. Mit der ersten gefährlichen Offensivaktion wären die Kärntner in der 31. Minute beinahe in Führung gegangen. Eine Flanke von Jacobo verlängert Wernitznig ideal für Nutz. Der steht aus kurzer Distanz völlig alleine vor dem praktisch leeren Tor und setzt den Ball neben das Gehäuse. Das war die beste Möglichkeit im Spiel. Es folgten Schusschancen au beiden Seiten wobei der WAC die qualitativ bessere vorfand. Ein Schuss von Tschernegg ging nur knapp drüber (43.). Pausenstand 0:0.
Rapid-Leihgabe Prosenik bringt Entscheidung für den WAC
Nach dem Seitenwechsel tat sich zunächst herzlich wenig. Beide Teams neutralisieren sich auf überschaubarem Niveau. Nach rund einer Stunde übernahm Rapid Wien das Kommando. Die Hütteldorfer fanden durch. Murg (62.), Sonnleitner (62.), Joelinton (65.) und Jelic (68.) vier ausgezeichnete Chancen auf den Führungstreffer vor. In dieser Phase deutete alles auf einen Heimsieg für Rapid Wien hin. Doch dann kam die 75. Minute. Sonnleitner holt Klem von den Beinen. Schiedsrichter Muckenhammer verhängte einen fälligen Freistoss der es in der Folge in sich haben sollte. Offenbacher stolpert zunächst beim ersten Versuch der Ausführung. Im zweiten Anlauf feuert er einen präzisen Schuss auf das Rapid-Tor ab. Goalie Strebinger kann den Ball nur kurz abwehren vor die Beine von Prosenik abwehren. Der Leihspieler der Hütteldorfer markiert den 0:1-Führungstreffer für den WAC.
Der Gegentreffer war wie ein Schock für Rapid Wien. Die Hütteldorfer versuchten ihr Heil in hohen Bällen und packten die Brechstange aus. Ohne den erhofften Erfolg. Der WAC feiert am Ende einen sensationellen 1:0-Auswärtssieg bei Rapid Wien. Nach dem Spielende ließen die Fans der Hütteldorfer ihren Unmut freien Lauf und forderten den Rausschmiss von Sportvorstand Müller. Die nächsten Tage werden in und um Wien-Hütteldorf wohl turbulenter verlaufen.
Rapid Wien vs. WAC 0:1 (0:0)
Allianz Stadion, 17.200 Zuschauer, SR Muckenhammer
Tor: Prosenik (75.)
Rapid Wien: Strebinger – Thurnwald, Sonnleitner, Schösswendter, Wöber – Grahovac (86./Malicsek) – Schaub, Murg (76./Traustason), Szanto – Kvilitaia (64./Joelinton) – Jelic
WAC: Dobnik – Baldauf, Hüttenbrenner, Rnic, Klem – Jacobo (79./Standfest), Tschernegg, Offenbacher, Nutz – Prosenik (84./Rabitsch), Wernitznig (65./Sanogo)
06.11.2016


