Ausgerechnet gegen den amtierenden Meister der Basketball Bundesliga gelingt den bulls Kapfenberg der Befreiungsschlag in der Liga. Die bulls beenden damit nicht nur den vier Spiele andauernde ABL-winning-streak der Gunners Oberwart, sondern beenden auch die genauso lange eigene Niederlagenserie in der Meisterschaft. Im Sixt Alpe Adria Cup haben die Steirer bereits bewiesen, was in dieser Saison in der Mannschaft steckt. Durch den 70:48 Erfolg gegen die Südburgenländer schlossen sie nahtlos an die internationalen Leistungen an und geben vorübergehend die rote Laterne an die Dukes ab.
82 Punkte gelangen den Gunners Oberwart bislang im Schnitt pro Spiel – um 34 Punkte mehr als die bulls Kapfenberg in der siebenten Runde zuließen. Bei den Steirern hingegen war bisher die Offensive das „Sorgenkind“, erstmals knackten sie in dieser Saison die 70 Punkte-Marke. Bereits von Beginn weg knüpften die Bullen nahtlos an die Leistung aus dem Alpe Adria Cup an und übernahmen schnell die Führung und die Kontrolle des Spiels. Das gut eingestellte Team von Michael Schrittwieser ließ kaum zweite Chancen des amtierenden Meisters zu (83% der Gunners-Fehlwürfe landen in den Händen der Bullen) und kontrollierte die Bretter.
Bis zur Halbzeit erspielten sich die Steirer einen 20 Punkte-Polster. Im dritten Viertel wurde der Gameplan der bulls nicht mehr ganz so perfekt umgesetzt wie noch in den ersten 20 Minuten und die Gunners verkürzten auf 44:56. Doch die routinierten Kapfenberger rund um Milan Stegnjaic (22 Punkte, 12 Rebounds) behielten die Nerven, legten in der Defensive gesamt nur vier Punkte im vierten Viertel zu und versenkten darüber hinaus die Big Shots. Ausgerechnet Ex-Gunner Bogic Vujosevic gelang mit zwei Dreiern innerhalb von nur zwei Minuten der „Neck-Breaker“ im letzten Abschnitt. Den Gunners gelang es über 40 Minuten nicht ihren gewohnten Rhythmus zu finden. Manager Andreas Leitner machte den fehlenden Fokus verantwortlich für die Niederlage seines jungen Teams. „Wir waren in der ersten Halbzeit schon mit den Gedanken beim Fiba Europe Cup Spiel in Tartu. Mit so wenig Fokussierung kann man kein ABL Spiel gewinnen.“
Die Spielpaarungen der 7. Runde im Überblick:
Gunners Oberwart – bulls Kapfenberg
48:70 (14:18, 24:44, 44:56)
Klosterneuburg Dukes – Swans Gmunden
Sonntag, 17.00 Uhr im FZZ Happyland
UBSC Graz – Traiskirchen Lions
Sonntag, 19.00 Uhr in der Unionhalle Graz A
WBC Wels – BC Vienna Montag, 19.00 Uhr in der Raiffeisen Arena Wels ab 18.45 live auf SKY Sport Austria
aiffeisen Fürstenfeld Panthers spielfrei
Das Samstags-Spiel der 7. Runde im Detail:
Gunners Oberwart bulls Kapfenberg
48:70 (14:18, 24:44, 44:56)
Sebastian Käferle, Kapitän der Gunners: „Wir haben nur schwer ins Spiel gefunden und unseren gewohnten Rhythmus vor allem in der Defense nicht gefunden. Dadurch hat es bei uns in der Offensive auch nicht funktioniert. Das war unser schlechteste Spiel der Saison.“
Michael Schrittwieser, Headcoach der bulls: „Wir haben in der ersten Halbzeit sehr souverän genau das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Haben daher verdient gewonnen, auch wenn es in der zweiten Halbzeit nicht mehr so gut geklappt hat.“
Chris Chougaz, Headcoach der Gunners „Wir haben heute unseren Rhythmus einfach nicht gefunden. Wir konnten heute nicht die notwendige Energie aufbringen. Durch den Europe Cup haben wir sehr viele Spiele, das Team muss lernen damit umzugehen. Wir haben noch zu viele Ups and Downs, für das kommende Spiel gegen Tartu müssen wir wieder unseren Rhythmus finden.“
Armin Woschank, Kapitän der bulls: „Wir haben nahtlos an die Leistung vom AAC anschließen können. Wir haben besser gespielt als noch in den ersten Partien. Waren gut au Oberwart eingestellt, haben die Gameplan gut exekutiert und sind froh, dass wir wieder gewinnen konnten.“
Presseinfo Admiral Basketball Bundesliga/ABL/red.
05.11.2016


