Die Gunners Oberwart – regierender Meister der Basketball Bundesliga – zeigten gegen Pau-Lacq Orthez, Tabellenzweiter der französischen ProA, über weite Strecken guten Basketball, mussten sich aber schlussendlich mit 66:81 (28:45) geschlagen geben. Damit bleibt der Gruppenfavorit (Gruppe E) aus Frankreich ungeschlagen, Oberwart hält nach zwei Spielen bei je einem Sieg und einer Niederlage. Kommenden Mittwoch (9. November, 18.30 Uhr) steigt in der Sporthalle Oberwart das Spiel um den Aufstieg gegen den noch sieglosen Gruppengegner Tartu BC aus Estland.
Oberwart, das weiterhin auf den verletzten Benjamin Blazevic (Bänderverletzung im Knöchel, Anm.) verzichten musste, bot gegen den athletischen und mit vielen Stars gespickten Gruppenfavoriten eine beherzte Leistung: Die Mannschaft von Headcoach Chris Chougaz ließ sich zunächst von einer hohen Trefferquote der Franzosen einschüchtern. Insgesamt scorten die Franzosen im Startviertel 27 Punkte, die Gunners nur 14. Mit Fortdauer bekamen Andell Cumberbath (13 PTS, 9 RB) aber dank guter Defensivaktionen Selbstvertrauen und konnten ein zwischenzeitliches minus 19 (32:51) mehrmals – dann gegen Ende des dritten Viertels – auf minus 9 (51:60) reduzieren. Doch der Favorit aus Frankreich ließ sich nicht in Bedrängnis bringen, hatte mit D.J. Cooper (12 PTS) einen echten Denker & Lenker im Team, der 16 Assists verteilte. Oberwart fehlte an diesem Abend auch die nötige Treffsicherheit aus der Distanz, lediglich 14% aller Dreipunktewürfe fanden ihr Ziel.
Gunners Oberwart – Pau-Lacq Orthez 66:81 (14:27, 28:45, 53:62)
Scorer: Jackson 17, Cumberbath 13, Kuakumensah 12, Traylor 9;
Alpe Adria Cup: Starker Auftritt von Kapfenberg
Die bulls Kapfenberg machen ihre Leistungen aus der ADMIRAL Basketball Bundesliga im Sixt Alpe Adria Cup vergessen: Der letztjährige Viertelfinalist brannte gegen Levicki Patrioti aus der Slowakei, das heuer in der heimischen Liga und im Alpe Adria Cup noch ohne Niederlage war, ein Offensivfeuerwerk ab. Ohne Nationalteamspieler Filip Krämer feierten die Steirer einen verdienten 91:87-Sieg. Damit bleibt der Tabellenletzte der ABL international ohne Punkteverlust und liegt nun in Gruppe C an erster Stelle. Bestechend stark war Pointguard Bogic Vujosevic, der mit 15 Punkten Top-Scorer seiner Mannschaft war – und zudem 14 Assists verteilte und 6 Rebounds holte.
Das gesamte Spiel hindurch lag Kapfenberg in Führung, in Minuten 16 gar um 22 Punkte (45:23). Levice kam im Verlauf mehrmals auf bis zu 6 Punkte heran, brachte die Bulls aber nie in Verlegenheit. Kapfenberg, das diesmal mit einer tiefen 8er-Rotation spielte, überzeugte vor allem offensiv: 25 Pässe führten zum unmittelbaren Korberfolg – und mit 91 Punkten übertraf die Mannschaft von Michael Schrittwieser ihren ABL-Schnitt gleich um 28 Punkte (62,8 pro Spiel, Anm.). Neben Bogic Vujosevic machten Kareem Jamar und Milan Stegnjaic mit je 14 Punkte ein gutes Spiel.
Kareem Jamar, Spieler der Bulls: „Es war ein gutes Spiel, wir brauchten diesen Sieg. Es war gut für das Selbstvertrauen, ein Team-Win. Wir haben speziell daran gearbeitet, als Team zu funktionieren – und wir sind jetzt schon viel weiter als noch vor einer Woche. Aber es ist noch ein weiter Weg zu gehen.“
Clemens Ludwar, Club-Manager der Bulls: „Es war heute eine starke Leistung unserer Mannschaft, die sich zu den letzten Spielen stark verbessert gezeigt hat. Das war ein guter Schritt in die richtige Richtung und jetzt gehen wir voller Zuversicht in die Vorbereitung auf das Spiel gegen Oberwart.“
Teo Hojc, Headcoach von Levicki Patrioti: „Wir haben das Spiel viel zu soft begonnen, es sah aus als wären wir auf einem Schulausflug, wollten aber ein seriöses Basketballspiel auf internationalem Level bieten. Die Heimmannschaft hat mit deutlich höherer Intensität gespielt und war in jeder Kategorie besser als wir und hat verdient gewonnen.“
bulls Kapfenberg – Levicki Patrioti 91:78 (29:17, 49:37, 71:62)
Presseinfo Admiral Basketball Bundesliga/ABL/red.
01.11.2016


