Im zweiten Bewerb des Weltcupwochenendes in Nizhny Tagil (RUS) gab es für Österreichs Skisprungdamen gleich die nächsten beiden Podestplätze. Daniela Iraschko-Stolz springt erneut auf den zweiten Platz, Jacqueline Seifriedsberger holt sich mit Platz drei gleich wie Iraschko-Stolz ihren zweiten Stockerlplatz im vierten Saisonbewerb. Die Japanerin Sara Takanashi war heute für die Konkurrenz wieder nicht zu biegen, mit 6,6 Punkte sprang sie von Platz 4 nach dem ersten Durchgang zum Sieg.
Schon im ersten Durchgang zeigten Iraschko-Stolz und Seifriedsberger groß auf, wobei Iraschko-Stolz die Höchstweite mit 95,5 Metern erzielte und nach dem ersten Durchgang führte. Mit 93,5 Metern und 2,6 Punkte dahinter reihte sich Jacqueline Seifriedsberger auf Rang zwei ein. Takanashi lag nach dem ersten Durchgang auf Rang 4, aber mit 4,2 Punkte noch in Schlagdistanz zur Spitze.
Im zweiten Durchgang zündete Sara Takanashi dann den Turbo und setzte einen Sprung auf 98,5 Meter in den Auslauf. Sowohl Iraschko-Stolz als auch Seifriedsberger zeigten wieder tadellose Sprünge, kamen jedoch um 6,6 bzw. 13,7 Punkte nicht an Takanashi ran. Die Japanerin springt von Platz 4 im ersten Durchgang zum Sieg, für Iraschko-Stolz und Seifriedsberger ist es der zweite Stockerlplatz im vierten Bewerb der Saison.
Ebenso in die Punkteränge sprangen heute Chiara Hölzl als 22. und Eva Pinkelnig als 30.
Mit insgesamt drei Stockerlplätzen zieht Cheftrainer Andreas Felder von der Russland-Reise ein sehr positives Resümee: „Es war heute wieder ein schwieriger Wettkampf, die Verhältnisse waren nicht immer leicht. Daniela und Jacqueline haben aber einen richtigen guten Job gemacht, sie springen derzeit sehr konstant auf einem guten Niveau. Chiara und Eva müssen noch genau diese Sicherheit und Konstanz noch finden, daran werden wir jetzt in der weltcupfreien Zeit arbeiten. Wir reisen morgen zurück nach Hause, dann gehts vor Weihnachten noch einmal ein paar Tage nach Lahti (FIN) zum trainieren auf den WM-Anlagen.“
Stimmen:
Daniela Iraschko-Stolz: „Heute war es wieder schwierig zu springen, ich habe beide Durchgänge aber tadellos runtergebracht. Das was ich mir vorgenommen habe, habe ich umgesetzt, ich bin sehr happy mit dem Wochenende. Dass Sara nicht unschlagbar ist, wissen wir jetzt und wir werden die Pause gut zum trainieren nützen. Im Flugsystem habe ich noch Reserven, da verliere ich noch etwas Geschwindigkeit in der Luft. Daran gilt es jetzt zu arbeiten.“
Jacqueline Seifriedsberger: „Ich bin mit beiden Tagen sehr zufrieden, wobei es heute ein bisschen besser gelaufen ist. Mit der Anlage bin ich sehr gut zurecht gekommen und für das, dass die Saison noch sehr jung ist, bin ich schon sehr konstant mit meinen Sprüngen. Allerdings habe ich schon noch etwas Luft nach oben, das Maximum ist noch nicht erreicht. Daran werden wir jetzt noch feilen, um im Jänner dann noch stärker auf die Weltcupbühne zurückzukommen.“
Die nächsten Bewerbe im Skisprung-Weltcup der Damen finden von 6. – 8.1.2017 in Oberstdorf (GER) statt.
Medieninfo ÖSV
11.12.2016


