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"Partyschreck" KAC – Rotjacken gewinnen bei den Vienna Capitals

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In der Erste Bank Eishockey Liga stand das Duell Vienna Capitals vs. KAC auf dem Programm. In einem intensiven, jedoch nicht immer hochklassig geführten, Spiel setzen sich am Ende die Gäste mit 4:3 nach Overtime durch. Die folgende Weihnachtsparty nach dem Spiel hatte daher eine etwas gedämpftere Stimmung.

Vienna Capitals im ersten Drittel sehr effektiv
Das Spiel begann wie im Vorfeld allgemein erwartet. Beide Mannschaften drückten auf das Tempo und fanden durch Vause (1.) bzw. Koch (2.), Harand (4.) frühe Möglichkeiten auf den ersten Treffer vor. In der sechsten Minute war es schlussendlich den Wienern vorbehalten in Führung zu gehen. Bowman hält die Scheibe in der Angriffszone und passt den Puck tief zu Tessier. Der sieht den mitgelaufenen Wukovits der KAC-Goalie Duma zum 1:0 bezwingt.

Der KAC zeigte sich vom Rückstand nur wenig beeindruckt. Koch fand in der achten Minute die erste dicke Chance auf den Ausgleich vor. Die Klagenfurter wirkten in der Folge offensiv gefährlicher bei den „Rotjacken“ fehlte jedoch der letzte Nachdruck und phasenweise auch das notwendige Spielglück. Auf der Gegenseite präsentierten sich die Vienna Capitals deutlich effektiver. In der 16. Minute erhöhten die Wiener auf 2:0. Einen Schuss von Lakos kann Duba nur kurz abwehren. Über Umwege kommt die Scheibe zu Nödl der den Boden liegenden KAC-Goalie zum 2:0 überlupft.
Der KAC hatte in Überzahl die letzte Chance des ersten Abschnitts. Bei einem harten Schuss von Hurtubise konnte sich Lamoureux im Tor der Vienna Capitals auszeichnen. Die Vienna Capitals führten nach 20 Minuten somit mit 2:0. Ein Zwischenstand der nicht aufgrund der Dominanz sondern der höheren effektiven Effektivität möglich wurde.

KAC schlägt im Mitteldrittel zurück
Zu Beginn des zweiten Drittels neutralisierten sich beide Teams über weite Strecken. Der KAC fand durch Neal die erste Chance des Mitteldrittels vor. Wenige Augenblicke später gelingt den Gästen der längst verdiente Ausgleich. Einen Schuss von Ganahl fälscht Neal unhaltbar zum 2:1 ab (25.). In der Folge wogte das Spiel hin und her. Nennenswerte Offensivaktionen waren Mangelware. Das Ende eines Überzahlspiels sollte schlussendlich für den vierten Treffer des Spiels sorgen. KAC-Stürmer Lundmark kommt von der Strafbank zurück und kommt an die Scheibe. Seinen scharfen Querpass fälscht Popovic unter die Latte zum 2:2-Ausgleichstreffer ab.

Durch den Doppelschlag im zweiten Abschnitt hatte der KAC nun sprichwörtlich die zweite Luft. Die nächsten beiden Torchancen fanden jedoch die Vienna Capitals vor. Ein von Tessier abgefälschter Schuss und ein Versuch von Wukovits hätten die erneute Führung in der 39. Minute bedeuten können. Zwischenstand nach 40 Minuten somit 2:2.

Intensives Spiel entscheidet KAC nach Overtime
Das letzte Drittel begann mit einer kniffligen Situation. Bei einer Drangperiode des KAC setzt Ganahl zum Bauerntrick an. Der KAC und Stürmer Ganahl jubeln über das vermeintliche 2:3. Caps-Goalie Lamoureux präsentiert die Scheibe in seiner Fanghand. Die Schiedsrichter bemühten über etliche Minuten den Videobeweis und entschieden, dass der Schlussmann der Wiener die Scheibe vor der Linie bändigte. In der 54. Minute setzte es für die Gäste den nächsten Rückschlag. Verteidiger Kapstad erwischt Pollastrone mit dem Schläger im Gesicht. Die Schiedsrichter entschieden auf zwei plus zwei Strafminuten für den Gäste-Spieler. Mit großem Kampfgeist auch einer Portion Glück überstanden die Gäste diese brenzlige Situation. Die beste Chance vergab Vause in der 46. Minute der einen Abpraller aus kurzer Distanz nicht über die Linie drücken konnte. Keine 120 Sekunden schaffte der KAC die komplette Wende im Spiel. Hurtubise nutzt einen Stellungsfehler von Brocklehurst und kann die Scheibe scharf zur Mitte spielen. Dort steht Harand der den Puck zum 2:3 über die Linie drücken kann. In der Folge liefen die Vienna Capitals an. Man hatte jedoch in dieser Phase des Spiels, dass den Wienern das notwendige Quäntchen Glück fehlte. In der 53. Minute gelang den Gastgebern schlussendlich der Ausgleichstreffer. Es war ein Tor aus der Rubrik „Tor des Monats“. Sharp netzte den Puck direkt bei Bully direkt vom Anspielpunkt zum 3:3 ein.

In der Folge wog das Spiel hin und wer. Beide Teams hatten Halbchancen auf den jeweils vierten Treffer. 118 Sekunden schwächten sich die Vienna Capitals durch eine (vermeidbare) Strafzeit selbst. Kapitän Ferland musste für zwei Minuten in die Kühlbox. Die Wiener brachten in einer hochdramatischen Schlussphase das Resultat über die Zeit. Nach 60 Minuten stand es somit leistungsgerecht 3:3-Unentschieden.

Die Overtime selbst dauerte am Ende nur 76 Sekunden. Nach einem Stellungsfehler in der Verteidigung der Vienna Capitals kommt Lundmark knapp vor dem Tor an die Scheibe. Ein Schuss streift zum 3:4-Endstand ins lange Eck.

Am Ende gewinnt der KAC in der Albert Schultz-Halle nicht unverdient mit 3:4. Die Rotjacken waren am Ende die zwingendere Mannschaft in der Offensive. Die Vienna Capitals können sich übe reinen Punkt trösten und sind in der Tabelle wieder nun vier Punkte vor Meister Red Bull Salzburg.

Vienna Capitals vs. KAC 3:4 n.V. (2:0, 0:2, 1:1)
Eissportzentrum Kagran, 5.800 Zuschauer, SR Lemelin/K. Nikolic

Tore: Wukovits (6.), Nödl (16.), Sharp (53.) bzw. Neal (25.), Popovic (31.), Harand (48.), Lundmark (62.)

Strafminuten: 8 bzw. 8