In der Erste Bank Eishockey Liga stand am Sonntag der Schlager Vienna Capitals vs. Red Bull Salzburg auf dem Programm. In einem rasanten, taktisch sehr hochwertigen Spiel setzten sich am Ende die Gastgeber mit 4:0 (1:0, 3:0, 0:0) durch und bauen somit die Tabellenführung weiter aus.
Vienna Capitals führen nach 20 Minuten
Das Spiel begann wie allgemein erwartet. Beide Mannschaften drückten von der ersten Sekunde an auf das Tempo. Die Vienna Capitals konnten sich dabei rasch ein optisches Übergewicht erarbeiten und hatten durch einen Cuma in der sechsten Minute der an die Außenstange ging. Red Bull Salzburg auf der Gegenseite setzte auf eine sehr kompakte Defensive und lauerte auf Konterangriffe durch Fehler der Gastgeber. Generell war auf beiden Seiten der große Respekt der beiden Teams voreinander deutlich anzumerken. In der zehnten Minute hatten die Vienna Capitals großes Pech. Lakos schickt Wukovits mit einem Steilpass auf die Reise. Der Stürmer der Vienna Capitals findet eine Penaltysituation vor und setzt die Scheibe mittels Handgelenksschuss ans Lattenkreuz. Nach dem die Mozartstädter im ersten Powerplay selbst optisch das Kommando übernahmen war es in der Folge den Vienna Capitals vorbehalten den ersten Treffer des Spiels zu erzielen. Rotter legt die Scheibe ideal auf für Bowman. Der zieht ab und trifft genau ins lange Eck zum 1:0. Aufgrund der beiden Alutreffer davor ging der Führungstreffer in Ordnung.
In der Folge begannen sich beide Teams mehr und mehr zu neutralisieren. Der gegenseitige Respekt und zwei äußert kompakt agierende Verteidigungsformationen machten erwähnenswerte Offensivaktionen zur Mangelware. Zwischenstand nach intensiven, kurzweiligen ersten 20 Minuten somit 1:0 für die Vienna Capitals.
Doppelschlag der Vienna Capitals zum Ende des zweiten Drittels
Zu Beginn des zweiten Drittels hatten die Gäste das erste offensive Ausrufezeichen. Kristler verkürzte in Alutreffern in der 23. Minute auf 1:2. Da der Puck jedoch wieder aufs Eis zurücksprang bring es beim 1:0 für die Vienna Capitals. In der Folge entwickelte sich ein sehr ausgeglichenes Spiel. Hughes (23.) und Bowman (24.) fanden die nächsten guten Schusschancen vor. Das Duo scheiterte am jeweiligen Goalie Lamoureux bzw. Gracnar. In der 28. Minute hatten die Vienna Capitals die große Chance auf den zweiten Treffer. Tessier scheiterte mit einem Penalty an Goalie Gracnar. In der Folge hatten die Vienna Capitals durch Vause (28.) und Tessier (29.) weitere gute Möglichkeiten auf den zweiten Treffer. Red Bull Salzburg agierte in dieser Phase des Spiels keineswegs defensiv. Den Bullen gelang es jedoch nicht den letzten gefährlichen Pass in die Zone zu spielen. So war es in der Folge den Vienna Capitals vorbehalten mit der nächsten Offensivaktion den zweiten Treffer zu erzielen. In einer Drangperiode herrscht „dichter Verkehr“ vor dem Tor von Gäste-Goalie Gracnar. Die Scheibe kommt zurück zu Fraser. Der zieht ab und bringt die Scheibe an Freund und Feind vorbei zum 2:0 in die Maschen.
In der Schlussphase kam es für die Gäste knüppeldick. Zunächst musste Teamstürmer Herburger wegen eines Stockfouls in die Kühlbox. Das Überzahlspiel sah über weite Strecken alles andere als erfolgsversprechend aus. Doch in den letzten Sekunden schlugen die Vienna Capitals eiskalt zu. Nach herrlicher Vorarbeit von McKiernan trifft Sharp in der 38. Minute zum 3:0. Red Bull Salzburg wirkte geschockt. Ein Umstand den die Vienna Capitals zu einem weiteren Treffer ausnutzten. Exakt 28 Sekunden nach dem dritten Tor traf Holzapfel zum 4:0-Pausenstand nach 40 Minuten.
Sorge um Gäste-Verteidiger Flood – Vienna Capitals bringen Sieg über die Zeit
Zu Beginn des letzten Drittels nahm Gäste-Trainer einen Goalie-Wechsel vor. Starkaum ersetzte Gracnar in den letzten Sekunden des zweiten Abschnitts Nerven zeigte. In der Folge hatten beide Teams jeweils eine gute Möglichkeit ehe den 5.150 Zuschauern in der Albert-Schulz-Halle der Atem stockte. Nach einem Duell mit Pollastrone blieb Gäste-Verteidiger Flood am Eis liegen. Es folgte eine längere Behandlungspause nach der der Kanadier das Eis aus eigener Kraft verlassen konnte.
Nach einigen Momenten des kollektiven Schocks übernahm Red Bull Salzburg optisch das Kommando. Die Vienna Capitals konzentrierten sich auf eine sehr konzentrierte Defensivareit und lauerten auf Konterangriffe. Da agierten die Wiener stets brandgefährlich. So fand Pollastrone in der 47. Minute die nächste Möglichkeit für die Gastgeber vor. Starkbaum konnte sich mit einer hervorragenden Parade auszeichnen. Knapp 120 Sekunden später sorgte eine schöne Einzelleistung von Fraser für Aufregung vor dem Tor. Erneut war Starkbaum zur Stelle. In der Folge hatten Vause (50.) und Trattnig (51.) Möglichkeiten auf den fünften Treffer im Spiel. In der 55. Minute hatten die Vienna Capitals Glück. Ein Schuss von Hughes kullerte an Goalie Lamoureux vorbei. Fraser stand jedoch goldrichtig und konnte den Puck vor der Linie wegkratzen.
Es sollte der letzte Höhepunkt in einem Schlagerspiel werden das den hohen Ansprüchen auch Gerecht werden sollte. Die Vienna Capitals setzen sich am Ende verdient gegen Red Bull Salzburg durch. Die höhere Effektivität und Spiellaune machten am Ende den Unterschied zu Gunsten des Tabellenführers aus. Die Bullen fanden ihrerseits zu wenige Mittel um für Gefahr vor dem Gehäuse der Vienna Capitals zu sorgen.
Vienna Capitals vs. Red Bull Salzburg 4:0 (1:0, 3:0, 0:0)
Eissportzentrum Kagran, SR Berneker/Nikolic
Tore: Bowman (13.), Fraser (34.), Sharp (38./PP), Holzapfel (39.)
Strafminuten: 8 bzw. 12