Auch der 15. Spieltag der Handball Liga Austria brachte keine Vorentscheidung im Kampf um das Obere Playoff. HC Hard gab gegen UHK Krems erstmals in dieser Saison Punkte vor Heimpublikum ab und führt die Tabelle lediglich noch mit einem Punkt an. Dahinter lauert nach dem 29:28-Auswärtssieg bei Union JURI Leoben der HC FIVERS WAT Margareten, dich gefolgt von Handball Tirol. Die Tiroler feierten einen ungefährdeten 26:20-Heimsieg über Schlusslicht Bruck. Auf Krems aufegschlossen hat die SG Handball Westwien mit 34:28-Erfolg über Bregenz Handball. Für den Rekordmeister aus dem Ländle wird es nach dieser Niederlage langsam eng.
Souveräner Heimerfolg gegen Bruck
Handball Tirol steht ganz knapp vor Erreichen des Oberen Playoffs. Im vorletzten Heimspiel des HLA-Grunddurchgangs feierten Raúl Alonso und seine Mannschaft einen ungefährdeten 26:20-Sieg gegen Nachzügler HC Bruck und halten damit bei 19 Punkten – einem mehr als im gesamten Grunddurchgang der Vorsaison. Die Tiroler bleiben als Dritte weiter im Spitzenfeld und können sich in der kommenden Woche, in der man am Dienstag bei den FIVERS Margareten (20.00 Uhr) gastiert und am Sonntag den UHK Krems empfängt, endgültig fürs Playoff der besten Fünf qualifizieren.
Raúl Alonso, Trainer Handball Tirol: „Ich bin zufrieden mit der Partie, auch wenn wir natürlich heute kein Spektakel abgeliefert haben. Wir haben Bruck immer dominiert, uns aber vielleicht etwas zu sehr dem Spiel des Gegners angepasst. Es war die richtige Balance aus souveränem Sieg und ökonomischem Einsatz der Kräfte. Wir haben viel durchgewechselt, konnten die komplette Bank bringen. Das ist wichtig in Anbetracht des harten Programms in den kommenden beiden Wochen. Der Fokus liegt nun auf dem Match bei den FIVERS am Dienstag, wenn wir dort entschlossen auftreten, können wir vielleicht schon den entscheidenden Schritt in Richtung Oberes Playoff machen.“
Milan Vunjak, Trainer HC Bruck: „Meine Mannschaft hat sich trotz einiger Ausfälle sehr gut präsentiert, wir haben uns nichts vorzuwerfen. Wir konnten bei einem der Topteams gut mithalten, uns sind insgesamt aber zu viele Fehler im Angriff unterlaufen. Unsere Torausbeute war nicht allzu gut. Einsatz und Moral haben gestimmt. Wir hoffen, vor Weihnachten noch punkten zu können, das wäre wichtig für den Kopf.“
28:29- Es fehlte wieder nur ein Tor zum Punkt
Die Union JURI Leoben ist heuer wirklich nicht zu beneiden. So sehr sich die Obersteirer auch bemühen, der Punkt will in knappen Partien einfach nicht gelingen. So auch heute, wo man HC FIVERS WAT Margareten einen tollen Kampf lieferte, den man am Ende knapp mit 28:29 verloren hat. Es war dies die vierte Niederlage mit nur einem Tor Unterschied.
Romas Magelinskas, Trainer Union JURI Leoben: „Vielleicht waren die Fivers heute die routiniertere Truppe am Ende. Die jungen Spieler der Wiener spielen einige Jahre in deren Reihen schon eine wichtige Rolle und haben gelernt in wichtigen Phasen die richtigen Entscheidungen zu treffen. Wir haben es heute leider wieder selbst in der Hand gehabt zu punkten. Ein Unentschieden wäre verdient gewesen, aber es war die Wurfquote die uns vor allem vor der Pause diesen Punkt letztlich verwehrte hat. Daran müssen wir weiter arbeiten.“
Peter Eckl, Trainer HC FIVERS WAT Margareten: „Beide Mannschaften hatten heute Ihre Probleme aber auch schöne Momente. Die Leobener haben uns alles abverlangt. Vielleicht waren wir am Ende der glücklichere Sieger aber ich denke wir hätten vor der Pause schon deutlicher führen können. In der Schlussphase war viel Kampf und Krampf am Feld, aber trotz des Ausschlusses von Vytas und ohne Nikolic haben wir die Partie am Ende für uns entschieden.“
Die Roten Teufel geben zuhause den ersten Punkt ab
HC Hard und Moser Medical UHK Krems trennten sich Samstagabend mit 31:31 (19:15). Die Roten Teufel führen die Tabelle mit 21 Punkte vor dem HC FIVERS WAT Margareten (20), Handball Tirol (19) sowie Krems und der SG Handball Westwien (je 18) an.
Petr Hrachovec, Trainer HC Hard: „Die Deckung war heute das Problem. Wir haben die Achse Mitkov-Feichtinger-Posch nicht in den Griff bekommen. Die schlechte Deckungsarbeit hat uns heute einen Punkt gekostet. Im Angriff hat diesmal alles gepasst.“
Herbert Lastowitza, Trainer Moser Medical UHK Krems: „Es war letztendlich ein verdientes Unentschieden. In der zweiten Halbzeit boten wir eine sehr starke kämpferische Leistung.“
Westwien feiert wichtigen 34:28-Heimsieg gegen Bregenz
Die SG Handball Westwien macht einen weiteren Riesenschritt in Richtung Oberes Playoff. Durch einen 34:28-Heimsieg gegen Bregenz Handball hat man drei Runden vor Schluss nun bereits einen drei-Punkte-Polster auf Rang sechs.
WESTWIEN-Manager Conny Wilczynski: „Ein wirklich sehr, sehr gutes Spiel heute von der gesamten Mannschaft über 60 Minuten mit einem überragenden Florian Kaiper im Tor. Die Spieler haben immer das Konzept und die Nerven bewahrt, auch oftmalig gegen sieben Bregenzer, da sie mit dem 7. Feldspieler agiert haben, dadurch sind uns auch einige Empty-Net-Goals gelungen. Alles in allem ein tolles Spiel der Mannschaft, Gratulation an die Spieler und Betreuer.“
Marian Klopcic, Bregenz Handball: „Gratulation an die WESTWIEN-Mannschaft, sie haben heute einen wirklich tollen Handball gespielt. Wir waren immer im Rückstand, damit sind wir nicht klar gekommen, waren im Angriff viel zu hektisch und haben in der Deckung heute einfach kein Konzept gefunden.“
15. Spieltag HANDBALL LIGA AUSTRIA in der Saison 2016/17
HC LINZ AG vs. SC kelag Ferlach 32:27 (13:11)
Freitag, 02. Dezember 2016, 19:30 Uhr
Werfer HC LINZ AG: Dominik Ascherbauer (7), Julius Hoflehner (6), Gojko Vuckovic (5), Stefan Lehner (4), Alen Bajgoric (3), Patrick Fuchs (2), Luka Kikanovic (2), Christian Kislinger (1), Antonio Juric (1), Klemens Kainmüller (1)
Werfer SC kelag Ferlach: Dean Pomorisac (10), Risto Arnaudovski (6), Nemanja Malovic (3), Adonis Gonzalez-Martinez (3), Fabian Fürstler (3), Leander Krobath (2)
Handball Tirol vs. HC Bruck 26:20 (13:10)
Samstag, 03. Dezember 2016, 18:00 Uhr
Werfer Handball Tirol: Alexander Wanitschek (8), Damir Djukic (7), Hleb Harbuz (4), Manuel Schmid (2), Balthasar Huber (2), Josef Steiger (1), Armin Hochleitner (1), Dario Lochner (1)
Werfer HC Bruck: Deni Gasperov (7), Alexander Fritz (7), Mladan Jovanovic (2), Luca Plassnig (2), Berat Mahmutaj (1), Mirnes Mavric (1)
Union JURI Leoben vs. HC FIVERS WAT Margareten 28:29 (11:14)
Samstag, 03. Dezember 2016, 19:00 Uhr
Werfer Union JURI Leoben: Marek Kovacech (7), Paul Offner (5), Thomas Kuhn (4), Stefan Salbrechter (3), Hasbulat Sabazgiraev (3), Stephan Jandl (2), Andreas Schwarz (2), Ivan Senta (1), Sebastian Spendier (1)
Werfer HC FIVERS WAT Margareten: Marin Martinovic (7), Vitas Ziura (5), Ivan Martinovic (4), Vincent Schweiger (4), David Brandfellner (3), Markus Kolar (2), Lukas Müller (1), Kristian Pilipovic (1), Herbert Jonas (1), Stefan Jovanovic (1)
HC Hard vs. Moser Medical UHK Krems 31:31 (19:15)
Samstag, 03. Dezember 2016, 19:00 Uhr
Werfer HC Hard: Marko Tanaskovic (9), Roland Schlinger (6), Michael Knauth (3), Daniel Dicker (3), Gerald Zeiner (3), Domagoj Surac (3), Konrad Wurst (1), Frederic Wüstner (1), Lukas Herburger (1), Thomas Weber (1)
Werfer Moser Medical UHK Krems: Fabian Posch (10), Tobias Schopf (6), Sebastian Feichtinger (5), Vlatko Mitkov (5), Marko Simek (2), Leonard Schafler (1), Norbert Visy (1), Aron Tomann (1)
SG Handball Westwien vs. Bregenz Handball 34:28 (15:12)
Samstag, 03. Dezember 2016, 19:00 Uhr
Werfer SG Handball Westwien: Erwin Feuchtmann (8), Gabor Hajdu (8), Sebastian Frimmel (6), Julian Schiffleitner (3), Wilhelm Jelinek (3), Simon Pratschner (2), Florian Kaiper (2), Jakob Jochmann (1), Julian Ranftl (1)
Werfer Bregenz Handball: Tobias Varvne (8), Marian Klopcic (5), Amadeus Hedin (4), Marko Buvinic (4), Dominik Bammer (3), Bojan Beljanski (2), Ante Esegovic (1), Alexander Wassel (1)
WHA: Stockerau setzt sich in Korneuburg durch
Vizemeister Union APG Korneuburg musste sich im einzigen WHA-Spiel dieses Wochenendes gegen den UHC Müllner Bau Stockerau mit 22:30 (14:17) geschlagen geben. Für den Tabellenletzten war es die achte Niederlage im achten Spiel. Stockerau verbesserte sich hingegen auf Rang sechs. Carmen Reiss und Co. konnten aus ihren letzten fünf Partien sieben Punkte mitnehmen.
„Die erste Hälfte verlief ausgeglichen, da waren wir auch mit +2 in Führung, haben dann aber leider nicht konsequent genug weiter gespielt. Nach der Pause war es wieder knapp – bis dann 16 Minuten vor dem Ende bei uns die Luft draußen war. Bezeichnend: Als wir mit drei Spielerinnen in Unterzahl waren, haben wir in drei Minuten nur ein Gegentor bekommen“, resümierte Korneuburg-Managerin Silvia Grill.
Die WHA wird erst am 14. Dezember mit der Begegnung zwischen Tabellenführer Hypo NÖ und Aufsteiger HIB Handball Graz fortgesetzt.
WHA, 8. Runde:
Union APG Korneuburg Handball Damen – UHC Müllner Bau Stockerau 22:30 (14:17)
HBA: HSG Graz feiert 13. Sieg im 13. Spiel
Am Wochenende startete der HBA-Grunddurchgang mit der 13. Runde ins letzte Drittel. Tabellenführer HSG Graz setzte sich vor eigenem Publikum gegen Schlafraum.at Kärnten klar mit 33:22 (18:12) durch. Ebenfalls einen Heimsieg feierte ATV TDE Group Trofaiach beim 27:25 (12:11) über HIB Grosschädl Stahl Graz. Die junge Truppe der HBA FIVERS WAT Margareten verlor hingegen gegen den UHC Erste Bank Hollabrunn mit 19:22 (8:11).
Graz-Verfolger SU Falkensteiner Katschberg St.Pölten spielt am Sonntag gegen die HSG Remus Bärnbach/Köflach. Die Steirer liegen vor diesem Duell als Drittplatzierte sechs Punkte hinter den Falken. Vorerst gleichgezogen mit dem HLA-Absteiger haben am Samstag der ATV TDE Group Trofaiach und UHC Erste Bank Hollabrunn. medalp Handball Tirol könnte am Sonntag daheim gegen den Vöslauer HC ebenfalls seinen Zwei-Punkte-Rückstand schließen.
Stimmen:
HSG-Graz-Manager Michael Schweighofer: „Wir haben von Anfang an klar den Ton angegeben. Ohne Schlendrian wäre der Vorsprung zur Pause noch größer gewesen. Das war jetzt der 13. Sieg im 13. Spiel, das kann sich sehen lassen. Nun kommen die Derbies, wobei nächsten Sonntag gegen Bärnbach/Köflach sicher 1000 Fans in der Halle sein werden.“
ATV-Vorstandsmitglied Christian Dörfler: „Das war ein rassiges Derby. Wir haben das Spiel gemacht, waren aber auch unachtsam und haben eine Reihe von 100%igen Chancen vergeben. In der 2. Halbzeit waren wir dann mit -2 in Rückstand, ehe wir mit Tempo-Gegenstößen wieder in die Erfolgsspur gefunden haben. In den letzten 10 Minuten haben wir dann mit bis zu 3 Toren geführt. Ein wichtiger Sieg für uns im Hinblick auf das Meisterplayoff, weil jetzt die starken Gegner kommen.“
Männer-Bundesliga, 13. Runde
03.12.: ATV TDE Group Trofaiach – HIB Grosschädl Stahl Graz 27:25 (12:11)
03.12.: HSG Graz – Schlafraum.at Kärnten 33:22 (18:12)
03.12.: HBA FIVERS WAT Margareten – UHC Erste Bank Hollabrunn 19:22 (8:11)
04.12., 17:00: medalp Handball Tirol – Vöslauer HC
04.12., 18:00: SU Falkensteiner Katschberg St.Pölten – HSG Remus Bärnbach/Köflach
Kiel gibt gegen Plock Sieg aus der Hand
Der THW Kiel musste sich im Champions League-Heimspiel gegen den polnischen Vizemeister Orlen Wisla Plock mit einem 24:24 (15:9) begnügen. Nikola Bilyk steuerte einen Treffer für die „Zebras“ bei.
Kiel startete hervorragend, ging 5:0 in Führung und setzte sich in Folge weiter ab (15:7). Zwanzig Minuten vor dem Ende lagen die Hausherren noch mit sieben Toren voran. Doch plötzlich riss der Faden und Plock holte Tor um Tor auf. Der erstmalige Ausgleich zum 24:24 in der 59. Minute bedeutete gleichzeitig den Endstand. Ein verlorener Punkt für den dreifachen Champions League-Sieger.
Kiel ist nach neun von 14 Gruppenspielen auf Aufstiegskurs. Am 11. Dezember gastiert der deutsche Rekordmeister bei Kadetten Schaffhausen, Klub von ÖHB-Teamtorhüter Nikola Marinovic und Schlusslicht der Gruppe A.
Weber trifft gegen Erlangen neunmal
Robert Webers SC Magdeburg setzte sich am Freitag in einem Spiel der 14. DKB Handball Bundesliga-Runde gegen den HC Erlangen 27:25 (14:12) durch. Der ÖHB-Teamspieler war in der GETEC-Arena vor 6458 Zuschauern mit neun Toren Topscorer des Abends. Magdeburg liegt auf Rang sechs.
Zu einem Positionswechsel kam es am Tabellenende. Der HSC 2000 Coburg übergab die Rote Laterne an den Bergischen HC. Der Aufsteiger gewann das Nachzüglerduell mit 28:26 (11:12). Romas Kirveliavicius traf für die Gastgeber einmal. Beim neuen Tabellenletzten zeichnete Alex Hermann für vier Tore verantwortlich, sein Zwillingsbruder Max steuerte zwei Treffer bei. Auch Viktor Szilagyi, Sportlicher Leiter des BHC, musste aufgrund einiger Ausfälle aufs Feld. Der ehemalige ÖHB-Teamkapitän, der seine Karriere eigentlich Ende der vergangenen Saison beendet hatte, erzielte drei Tore.
Bereits am Donnerstag durfte ÖHB-Teamgoalie Thomas Bauer über zwei Punkte jubeln. Er feierte mit Pays D’aix Université Club in der 10. Runde der französischen Lidl Starligue einen 29:25 (11:12)-Auswärtserfolg über USAM Nîmes Gard. Bauer glänzte durch 15 Paraden. Aix ist nach dem fünften Saisonsieg Tabellensechster.
VELUX EHF Champions League, Gruppenphase
Gruppe A, 9. Spieltag
03.12.: THW Kiel (GER) – Orlen Wisla Plock (POL) 24:24 (15:9)
Nikola Bilyk 1 Tor, Raul Santos kein Tor (beide Kiel)
DKB Handball Bundesliga, 14. Runde
30.11.: MT Melsungen – THW Kiel 23:30 (10:18)
Nikola Bilyk 4 Tore, Raul Santos ein Tor (beide Kiel)
02.12.: SC Magdeburg – HC Erlangen 27:25 (14:12)
Robert Weber 9 Tore (Magdeburg)
03.12.: HSC 2000 Coburg – Bergischer HC 28:26 (11:12)
Romas Kirveliavicius 1 Tor (Coburg) bzw. Alex Hermann 4 Tore, Viktor Szilagyi 3 Tore, Max Hermann 2 Tore (BHC)
04.12., 17:15: TBV Lemgo – HBW Balingen-Weilstetten
Tobias Wagner (Balingen)
Frankreich Lidl Starligue, 10. Runde
01.12.: USAM Nîmes Gard – Pays D’aix Université Club 25:29 (12:11)
Torhüter Thomas Bauer 15 Paraden (Pays d’Aix UC)
Portugal Andebol 1, 14. Runde
03.12.: Águas Santas Milaneza – Sporting Lissabon 25:30 (11:14)
Janko Bozovic 5 Tore (Sporting)
HLA, 15. Runde
02.12.: HC LINZ AG – SC kelag Ferlach 32:27 (13:11)
03.12.: Handball Tirol – HC Bruck 26:20 (13:10)
03.12.: Union JURI Leoben – HC FIVERS WAT Margareten 28:29 (11:14)
03.12.: HC Hard – Moser Medical UHK Krems 31:31 (19:15)
03.12.: SG Handball Westwien – Bregenz Handball 34:28 (15:12)
Männer-Bundesliga, 13. Runde
03.12.: ATV TDE Group Trofaiach – HIB Grosschädl Stahl Graz 27:25 (12:11)
03.12.: HSG Graz – Schlafraum.at Kärnten 33:22 (18:12)
03.12.: HBA FIVERS WAT Margareten – UHC Erste Bank Hollabrunn 19:22 (8:11)
04.12., 17:00: medalp Handball Tirol – Vöslauer HC
04.12., 18:00: SU Falkensteiner Katschberg St.Pölten – HSG Remus Bärnbach/Köflach
Österreich nach Sieg über Mazedonien auf Kurs
Nach der Auftaktniederlage in der WM-Qualifikation 2017 Freitagabend gegen Island, stand Österreichs Handball Damen Nationalteam bereits unter Druck. Eine Niederlage gegen Mazedonien hätte ein Scheitern in der Qualifikation bedeutet. Das Team von Head Coach Herbert Müller ließ sich davon nicht beeindrucken, agierte von Beginn weg aggressiv, agil und mit großem Siegeswillen. Nach den ersten 30 Minuten führte man bereits 14:10. Ab Mitte der zweiten Halbzeit brach Mazedonien endgültig auseinander und Österreich erhöhte Tor um Tor. Am Ende feierte man einen verdienten 28:19-Sieg.
Österreich startete im Gegensatz zum Vortag mit einer 6:0-Deckung und Melanie Herrmann im Tor. Sichtlich motiviert legten Katrin Engel & Co. los, sahen sich zwar in der Anfangsphase kurzzeitig im Rückstand, fokussierten sich aber klar auf ihre Stärken. Mit großem Erfolg. Aus einem Konter sorgte Martina Goricanec für den längst verdienten Zweitorevorsprung. Mazedonien reagierte umgehend, nahm sein erste Timeout, das allerdings Österreich besser für sich zu nutzen wusste.
Mit zwei weiteren Treffern stellte man umgehend auf 9:5. In Unterzahl machte sich Herbert Müller das neue Reglement immer wieder zu nutze, brachte eine sechste Feldspielerin für die Torfrau und auch das mit Erfolg. So hielt man selbst in Unterzahl den Gegner in Schach und hielt den Vorsprung von vier Toren bis zur Halbzeitpause – 14:10.
Eine Mauer namens Herrmann
Nach Seitenwechsel hatte Österreich ein wenig Anlaufschwierigkeiten. Technische Fehler und ganze vier Stangenwürfen gaben Mazedonien die Chance zu verkürzen. Doch Melanie Herrmann war kaum zu überwinden, erreichte heute eine unglaubliche Quote von 50 Prozent. Nachdem nach über fünf Spielminuten der Ball noch immer nicht im mazedonischen Tor landen wollte, nahm Herbert Müller sein zweites Timeout.
Wieder bewies er Fingerspitzengefühl, brachte sein Team sofort wieder in die Erfolgsspur. Mirela Dedic brach den Bann, erzielte das 15:12. Danach ging es munter weiter. Tor um Tor zog Österreich davon, führte nach 43 Minuten mit 19:13, nach 49 sogar mit 22:15. Mazedonien fand kein Mittel mehr gegen die österreichische Deckung und vor allem gegen Melanie Herrmann.
Am Ende stand ein hochverdienter 28:19-Erfolg zu Buche, mit dem Österreich am Sonntag gegen Färöer alles fixieren kann und sich für das Play Off im Juni qualifizieren kann.
Herbert Müller, Teamchef Österreich: „Ich habe heute eine Mannschaft gesehen, die als Team aufgetreten ist. Die Mannschaft spielte von der ersten Minute weg mit viel Emotion. Die gesamte Bank ist gestanden und hat die Mannschaft angefeuert. Wir waren agil und laut in der Deckung, haben gut verschoben, waren immer zu zweit da. Dieser Sieg war eine geschlossene Teamleistung. Der kurze Hänger nach der Pause war nur den vier Stangenwürfen geschuldet, denn die Chancen waren toll herausgespielt. Wir wollten mit mindestens vier Toren Unterschied gewinnen, jetzt sind es sogar neun. Wenn wir morgen die Färöer schlagen, sind wir definitiv für das Play Off qualifiziert. Heute war viel da, was richtig Spaß gemacht hat.“
WM-Qualifikation 2017, Spielplan
2. – 4. Dezember 2016, Färöer Inseln
2. Dezember
AUT vs. ISL 24:28 (12:12)
18:00 Uhr Ortszeit, 19:00 Uhr österreichische Zeit
Werferinnen Österreich: Martina Goricanec (8), Katrin Engel (6), Sonja Frey (4), Laura Bauer (2), Mirela Dedic (2), Romana Gerisch (1), Beate Scheffknecht (1)
FAO vs. MKD 19:21
20:00 Uhr Ortszeit, 21:00 Uhr österreichische Zeit
3. Dezember
AUT vs. MKD 28:19 (14:10)
15:00 Uhr Ortszeit, 16:00 Uhr österreichische Zeit
Werferinnen Österreich: Sonja Frey (8), Martina Goricanec (5), Mirela Dedic (4), Laura Bauer (3), Josefine Huber (3), Katrin Engel (2), Patricia Kovacs (1), Kristina Logvin (1), Beate Scheffknecht (1)
FAO vs. ISL
17:00 Uhr Ortszeit, 18:00 Uhr österreichische Zeit
4. Dezember
FAO vs. AUT
18:00 Uhr Ortszeit, 19:00 Uhr österreichische Zeit
ISL vs. MKD
16:00 Uhr Ortszeit, 17:00 Uhr österreichische Zeit
Presseinfo ÖHB